Für Menschen, die viel fühlen – und endlich klarer leben wollen.
Wenn Perfektionismus zur Belastung wird
Viele Menschen mit hoher Verantwortung kennen dieses Spannungsfeld: Sie wollen es gut machen, zuverlässig sein, Qualität liefern und geraten dabei in einen inneren Druck, der nicht mehr konstruktiv ist. Perfektionismus entsteht selten aus Eitelkeit, sondern oft aus einem tiefen Bedürfnis nach Klarheit, Orientierung und Sicherheit.
Was hinter deinem Perfektionsanspruch oft steckt
Perfektionismus ist kein „Fehler im System“, sondern häufig das Ergebnis von Erfahrungen, in denen Verantwortung, Genauigkeit oder Harmonie eine große Rolle gespielt haben. Viele Menschen lernen früh, achtsam zu sein, Probleme vorherzusehen und Erwartungen zu erfüllen – nicht aus Pflichtgefühl, sondern um Sicherheit zu schaffen.
Typische Auslöser können hohe Erwartungshaltungen im Umfeld sein, frühe Verantwortung in Familie oder Schule, das Bedürfnis, Fehler zu vermeiden, um Konflikte zu reduzieren, oder ein starkes inneres Pflichtgefühl, das Orientierung geben soll.
Wenn der Anspruch zu viel wird
Irgendwann kippt der Anspruch in Druck: Perfektionismus, der eigentlich Orientierung geben sollte, nimmt Energie. Man überprüft Ergebnisse mehrfach, denkt lange nach, bevor man etwas abschickt, oder übernimmt Aufgaben, die andere genauso gut erledigen könnten.
Typische innere Anzeichen dafür sind ein ständiges Überprüfen, die Sorge, etwas übersehen oder falsch gemacht zu haben, ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, das zu Erschöpfung führt, oder Schwierigkeiten, Aufgaben abzugeben.
Was dir wirklich hilft, wenn dein Perfektionismus zu stark wird
Perfektionismus muss nicht verschwinden, um dir zu helfen. Viel wirksamer ist es, seinen Zweck zu verstehen und ihn bewusst zu führen. Aus dem inneren Antreiber wird dann ein innerer Orientierungspunkt.
Drei Schritte unterstützen dich dabei:
- Unterscheide zwischen notwendiger Qualität und unnötigem Druck.
- Plane kleine Puffer ein, statt alles maximal effizient zu takten.
- Erlaube dir Ergebnisse, die solide sind – nicht makellos.
Perfektionismus als Ressource: Wenn Anspruch dir Kraft gibt
Anspruch ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Er zeigt, dass du mitdenkst, Verantwortung übernimmst und verlässlich bist. Wenn du lernst, den Unterschied zwischen sinnvoller Sorgfalt und Selbstüberforderung zu erkennen, entsteht innere Ruhe und eine Form von Selbstführung, die dich stärkt.
Fazit
Perfektionismus ist kein Zeichen von Schwäche. Er zeigt, dass du Orientierung suchst und Qualität ernst nimmst. Wenn du ihn bewusst führst, wird er zu einer Ressource, die Klarheit, Ruhe und Präsenz ermöglicht.
Wenn du zusätzlich herausfinden möchtest, welche Muster deine innere Ruhe und Selbstführung beeinflussen, kann ein Blick auf dein Impostor-Muster hilfreich sein.
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Marion Elsinghorst
Coachin für hochsensible Menschen
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