Coaching Sessions also possible in English and French

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Für Menschen, die viel fühlen – und endlich klarer leben wollen.

Was wirklich hinter deinen Selbstzweifeln steckt.

Du erreichst viel, arbeitest gewissenhaft, übernimmst Verantwortung – und trotzdem zweifelst du. Ein Teil von dir denkt: „Irgendwann merken sie, dass ich gar nicht so gut bin.“

Vielleicht nimmst du Komplimente an, erklärst dir deinen Erfolg aber mit Glück, Zufall oder Fleiß. Du fühlst dich, als würdest du eine Rolle spielen – und hoffst, dass niemand merkt, dass du sie nicht wirklich verdienst.

Dieses Gefühl ist kein Zeichen von Schwäche. Es trägt einen Namen: Impostor-Syndrom. Es beschreibt den inneren Konflikt zwischen äußerem Erfolg und innerem Selbstbild – das ständige Gefühl, nicht genug zu sein.


Warum gerade sensible Leistungsträger betroffen sind

 

Das Impostor-Syndrom betrifft vor allem Menschen, die tief denken, viel Verantwortung übernehmen und hohe Ansprüche an sich selbst stellen. Besonders feinfühlige, hochsensible Persönlichkeiten erleben diese Diskrepanz stark – sie spüren Erwartungen intensiver, analysieren genauer, nehmen Reaktionen feiner wahr.

Gerade weil sie so sensibel sind, fällt es ihnen schwer, ihr Können objektiv zu sehen. Je kompetenter sie werden, desto größer wird der Zweifel. Denn mit jeder neuen Erfahrung wächst das Bewusstsein darüber, was sie noch nicht wissen.


Die Wurzeln des Impostor-Syndroms

 

Das Muster entsteht dort, wo Anerkennung eng mit Leistung verknüpft ist. Wer gelernt hat, Erwartungen zu erfüllen und Verantwortung zu tragen, verinnerlicht unbewusst: „Ich werde geschätzt, wenn ich funktioniere.“

So entsteht ein Mechanismus, in dem Sicherheit mit Kontrolle verwechselt und Selbstwert mit Leistung verbunden wird. Je stärker du dich bemühst, alles richtig zu machen, desto mehr verfestigt sich das Gefühl, nur dann „genug“ zu sein, wenn du allen Ansprüchen gerecht wirst.

Mit der Zeit führt das zu einem Zustand mentaler Übersteuerung – einem Perfektionsmodus, der kaum abzuschalten ist.


Kontrolle als vermeintliche Sicherheit

 

Hinter dem Impostor-Muster steckt ein verständliches Bedürfnis: das Bedürfnis nach Kontrolle. Du willst sicherstellen, dass du alles richtig machst, niemand enttäuscht ist und du genug bist.

Dieses Festhalten gibt kurzfristig Sicherheit – langfristig raubt es jedoch Energie. Der Kontrollmodus hält dich in ständiger Selbstbeobachtung, im Versuch, mögliche Fehler im Voraus zu vermeiden. Doch je stärker du versuchst, alles im Griff zu haben, desto weniger spürst du Vertrauen – und desto stärker steigt der innere Druck.

So entsteht das Pendeln zwischen Selbstzweifel und Überkompensation: Du zweifelst – leistest mehr – bekommst Anerkennung – relativierst sie sofort.


Wie das Impostor-Syndrom den Körper beeinflusst

 

Das Impostor-Muster ist kein reines Gedankenproblem – es wirkt körperlich. Dein Nervensystem bleibt in einem unterschwelligen „Wachsamkeitsmodus“. Auch wenn du äußerlich ruhig bist, läuft innerlich ein ständiges Monitoring: War ich klar genug? Habe ich genug gegeben?

Diese feine Daueranspannung aktiviert das Stresssystem – Herzfrequenz, Cortisol, Muskelspannung. Darum berichten viele Betroffene von Schlafproblemen, Verspannungen oder mentaler Erschöpfung, obwohl sie objektiv „nichts Schlimmes“ erlebt haben.

Ruhe entsteht erst, wenn du lernst, dich sicher zu fühlen – nicht durch Perfektion, sondern durch Präsenz.


Warum das Impostor-Syndrom keine Schwäche ist

 

Das Impostor-Syndrom ist kein Defizit, sondern ein erlerntes Schutzmuster. Es zeigt, wie sehr du dich bemühst, Verantwortung zu übernehmen und Stabilität zu schaffen. Doch dieses Bemühen trägt einen Preis: innere Erschöpfung.

Der Wendepunkt entsteht, wenn du erkennst, dass du nicht mehr tun musst, um sicher zu sein – sondern weniger festhalten.


Drei Wege, um den Kreislauf zu durchbrechen

Selbstbeobachtung statt Selbstkritik
Erkenne, wann dein innerer Kritiker aktiv wird – nicht, um ihn zu bekämpfen, sondern um ihn zu verstehen. Hinter jedem „Ich bin nicht genug“ steht meist der Wunsch nach Sicherheit oder Zugehörigkeit.

Leistung relativieren
Erfolg ist kein Zufall, sondern Ausdruck deiner Fähigkeiten, deiner Sensibilität, deiner Ausdauer. Anerkennung anzunehmen ist kein Ego – es ist Selbstachtung.

Körperliche Erdung üben
Das Impostor-Muster spielt sich im Kopf ab. Deshalb hilft es, regelmäßig ins Spüren zu kommen: atmen, gehen, Musik hören, etwas mit den Händen tun. Dein Körper ist dein sicherster Anker.


Hochsensibilität & Impostor-Syndrom – zwei Seiten derselben Medaille

 

Hochsensible Menschen denken tief, fühlen differenziert und übernehmen oft zu viel Verantwortung. Sie sehen, was getan werden müsste, und fühlen sich verantwortlich, es zu tun.

Dieses Verantwortungsbewusstsein ist wertvoll – aber es kann zur Falle werden, wenn du glaubst, dass dein Wert davon abhängt.
Sensible Leistungsträger:innen erleben das Impostor-Syndrom intensiver – nicht, weil sie unsicher sind, sondern weil sie bewusster wahrnehmen, wie komplex die Welt ist.

Doch genau diese Feinwahrnehmung ist ihre Stärke. Sie ermöglicht Mitgefühl, Tiefe und echte Führung.


Fazit: Du bist nicht dein Zweifel

 

Selbstzweifel bedeuten nicht, dass du schwach bist – sie zeigen, dass du reflektierst. Der Schlüssel liegt darin, dich nicht mehr über Leistung zu definieren, sondern über dein Sein.

Wenn du spürst, dass du dich aus diesem alten Muster lösen möchtest, dann ist das Verständnis des Impostor-Syndroms dein erster Schritt – weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen.

Mach den kostenlosen Impostor-Test und finde heraus, welche unbewussten Muster dich antreiben und wie du sie lösen kannst.

 

Marion Elsinghorst
Coachin für hochsensible Menschen
Klar. Empathisch. Wirksam.

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